Gelsemium

Gelsemium ist ein wichtiges Mittel bei Virusinfekten im Frühjahr und in der sommerlichen Jahreszeit oder wenn es für die Jahreszeit relativ zu warm ist.

Bei fieberhaften Infekten

  • Fieber mit starkem Schüttelfrost und Durstlosigkeit
  • Kopfschmerzen vom Nacken ausgehend, hämmernde Kopfschmerzen im Hinterkopf
  • Schweregefühl und Müdigkeit in allen Gliedern
  • Lähmungsgefühl der Extremitäten, Muskelschmerzen und Zittern
  • Schwäche, Benommenheit
  • Starke Schläfrigkeit, Schwäche und Benommenheit
  • Schwere Augenlider, kann die Augen kaum öffnen

Bekannt und bewährt ist Gelsemium als hilfreiche Arznei

bei Lampenfieber

  • sitzt bei Prüfungen wie gelähmt vor seinem weißen Blatt Papier und erinnert sich an nichts mehr
  • steht vor seinen Zuhörern und weiß nicht mehr was er sagen soll
  • hat Angst vor dem Zahnarzt

Allgemein-Symptome

Verschlechterung der Beschwerden durch feuchtes Wetter, Nebel, vor Gewitter, bei Föhn und bei Fallen des Barometers

Auslöser für die Beschwerden können Schreck, Furcht, schlechte Nachrichten oder auch unangenehme Überraschungen sein.

Tipp

Gelsemium sollte 3-5 Tage lang geggeben werden, sonst kann es am fünften Tag zu einem Rückfall kommen. Außerdem besteht nach Gelsemium-Gabe die Gefahr zu früher Mobilisierung, da es einem rasch besser geht.

Aconit

Aconitum napellus – der blaue Eisenhut – ist das wichtigste Mittel bei Schock. Es darf bei mir in keiner Reiseapotheke und auch nicht in der Handtasche fehlen, obwohl ich es glücklicherweise bisher selten gebraucht habe. Es ist wie der Regenschirm, den man mitnimmt, obwohl es meistens dann doch nicht regnet.

Gebraucht habe ich es in der Praxis bisher vor allem für Augenverletzungen. Jede Verletzung am Auge ist letztlich ein Schock. Wenn man bei einer Sonnenfinsternis doch dachte, man könne ohne Spezialbrille in die Sonne schauen oder sich beim Schweißen die Augen „verblitzt“ hat, kennt man den plötzlichen, brennenden, stechenden Schmerz. Mit Aconit beruhigt sich sofort die Situation und das Auge kann sich schneller erholen.

Ein Aconit-Zustand ist gekennzeichnet durch große Angst und Unruhe und ist deshalb das Mittel der Wahl, bei allem was plötzlich und unerwartet passiert und einen in Angst und Schrecken versetzt, zum Beispiel ein Panikanfall beim Einsteigen ins Flugzeug. Ich habe schon erlebt, dass es in so einem Fall den Urlaub gerettet hat.

Vielleicht kennst Du Aconit als Fiebermittel bei Kindern und warst schon enttäuscht von seiner Wirkung. Das liegt daran, dass es entweder zum falschen Zeitpunkt eingesetzt wurde oder es eben kein typisches Aconit-Fieber war. In der Homöopathie gilt das „Ähnlichkeitsgesetz“, das bedeutet, das Arzneimittel-Bild muss genau mit den Beschwerden übereinstimmen. Dafür gibt es die sogenannte „Materia Medica“, in der die Mittel mit ihren Symptomen von Kopf bis Fuß und mit ihren Modalitäten beschrieben sind.